Anfang der 1970er war die Welt eine andere. Sie war geprägt von der Ölkrise, Watergate-Affäre in den USA, in Deutschland war Willy Brandt Bundeskanzler, ab 1974 dann Helmut Schmidt. Im nördlichen Altkreis Crailsheim wurde diskutiert, ob die gymnasiale Oberstufe nach Gerabronn oder nach Blaufelden kommt. Nach einigem Hin und Her wurde im Ministerium in Stuttgart entschieden, dass das bestehende Progymnasium in Gerabronn erweitert werden sollte. Auf diese Entwicklung ging insbesondere Dr. Thomas Hölz vom RP Stuttgart am vergangenen Samstag, 4.5.24 in der festlichen Stadthalle ein. Arnulf von Eyb hob in seinem Grußwort besonders mit Blick auf die Schulband die vorteilhafte Entwicklung musischer Erziehung hervor. Die beiden ehemaligen Abiturienten des Gymnasiums Gerabronn Bürgermeister Christian Mauch und Bundestagsabgeordneter Kevin Leiser gaben einige Anekdoten aus ihrer Schulzeit zum Besten. Letzterer ging außerdem darauf ein, dass angesichts der Angriffe auf Politiker der demokratieförderliche Beitrag einer Schule nicht unterschätzt werden kann. Die beiden ehemaligen Schulleiter Volker Arend und Hans Zipperer schickten Grußworte, die als Videobotschaft abgespielt bzw. vorgelesen wurden. Thomas Müller vom Elternbeirat lobte die aktive Elternschaft und die gute Zusammenarbeit mit der Schule um gemeinsam die Kinder auf das Leben vorzubereiten. Abschließend gab Schulleiter Jochen Uhrhan noch Einblicke in die letzten 50 Jahre, von denen er die Hälfte erst als Lehrer, später in der Schulleitung selbst erlebte. Zunächst informierte er über einige statistische Zahlen: insgesamt gab es 2027 Absolventinnen und Absolventen, davon 18 mit der Traumnote 1,0, die er namentlich erwähnte. Er ging unter anderem auch auf besondere Abimottos, Streiche von Schülerinnen und Schülern sowie auf die Herausforderungen des Doppeljahrgangs 2012 und während der Coronazeit ein. Aus dem ersten Corona - Abiturjahrgang 2020 war nach der Pause auch Lena Winterhalder in einer kleinen Gesprächsrunde auf der Bühne und berichtete davon, dass gar nicht klar war, ob das Abitur geschrieben werden kann oder nicht. Komplettiert wurden die kurzen Einblicke durch die persönlichen Erinnerungen in die Jahrgänge 1974 (Herr Hambrecht), 1986 (Frau Meier) sowie 2000 (Herr Köhnlein). Dabei wurde deutlich, dass jeder Abiturjahrgang etwas besonderes ist und eine schöne, prägende, erlebnisreiche Zeit am Gymnasium Gerabronn verbrachte. Aufgelockert wurde der Abend durch die bereits erwähnte Schulband, die unter anderem bekannte Filmmelodien, z.B. aus James Bond oder Pink Panther spielte. Außerdem gaben fünf aktive Kollegen eine Showeinlage zum Besten, die bereits beim 25jährigen Jubiläum präsentiert wurde. Auch das Bilderraten sorgte für Erstaunen, da oft anwesende, bereits pensionierte Lehrkräfte in jungen Jahren abgebildet waren. Im Anschluss an das offizielle Festprogramm nutzten viele jüngere Jahrgänge die Möglichkeit, in der Teestube weitere Erinnerungen auszutauschen wohingegen einige der älteren Ehemaligen bis weit nach Mitternacht in der Halle verweilten. Bereits am Nachmittag bestand die Möglichkeit, sich bei Kaffee und Kuchen im Forum des Schulhofs zu treffen, Erinnerungen auszutauschen und die Schule zu begehen. Diese Gelegenheit wurde von vielen Ehemaligen genutzt und mit allen Sinne Schullluft geschnuppert. Bereits eine Stunde vor dem offiziellen Start der Festveranstaltung konnten die vielfältigen Stationen in der Stadthalle besucht werden: unter anderem eine Ausstellung der Abizeitungen der letzten Jahre, die Abi - T-Shirts, alte Fotos, eine Foto-Zeitmaschine mit Fotos des Schulgeländes aber auch einiger Fachräume. Auf den bereit gestellten Welt- / Europa- und Deutschlandkarten konnte man seinen aktuellen Wohnort anpinnen. Dabei wurden sowohl die Weltläufigkeit aber auch der Bezug zur Heimatregion deutlich.
Während der gesamten Veranstaltung wurden Fotos der Jahrgänge gemacht. Sie sind unter dem Link ganz oben im Artikel zu finden:

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