Bio- und Geo-LK auf Gletscherexkursion

Von Sonntag, den 06.07. bis Mittwoch, den 09.07. tauschten die Leistungskurse Biologie und Geografie der K1 ihre Klassenzimmer gegen die beeindruckende Hochgebirgslandschaft der Schweizer Alpen. Ziel der Exkursion war es, das Naturphänomen Gletscher nicht nur theoretisch, sondern unmittelbar vor Ort zu erleben und dabei die Inhalte der beiden Fächer in Bezug zueinander zu setzen.

Unsere Reise begann am Sonntagmorgen um 7 Uhr in Gerabronn, von wo aus wir mit drei gemietet Kleinbussen in Richtung Schweiz starteten. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei unserer Unterkunft, den Jugendherbergen in St. Moritz, ging es mit Bus und Bahn direkt weiter zu unserem ersten Ziel, dem Morteratsch-Gletscher.

Entlang des Gletscherpfads erfuhren wir auf eindrucksvolle Weise, wie sich das Eis über die Jahre zurückgezogen hat – dokumentiert durch markierte Punkte, die das dramatische Abschmelzen zeigen. Der Klimawandel ist hier kein abstraktes Konzept mehr, sondern greifbare Realität.

Am Montag folgte dann das eigentliche Highlight: eine geführte Gletscherexkursion am Pers-Gletscher. Bei frischen 3°C, ausgerüstet mit Grödel (Schneeketten für die Wanderschuhe) und mit einem Seil aneinandergekettet, ging es über Moränen und Eisfelder. Begleitet wurde die Gruppe von zwei erfahrenen Bergführern, einer davon sogar studierter Glaziologe, die faszinierende Einblicke in die Dynamik der Gletscherwelt gaben – von Spaltenbildung bis hin zur Bedeutung des Gletschereises für die Trinkwasserversorgung.

Am Dienstag sollte es eigentlich zum geografisch einmaligen Ursprung des Flusses Inn gehen – jener Stelle, wo Wasser in drei unterschiedliche Meere fließt. Doch ein plötzlicher Wintereinbruch mit starkem Schneefall machte die Route für uns unpassierbar und die Wanderung musste am Lägh dal Lunghin enden. Trotz Abbruch bot das Wetter die vielleicht einmalige Gelegenheit, im Juli einen Schneemann zu bauen.

Am Mittwochvormittag, kurz vor der Heimreise, fuhren wir mit der Standseilbahn von St. Moritz nach Corviglia hinauf und wanderten noch rund um den Naturspeichersee Lej Alv.

Die Exkursion war mehr als nur ein Tapetenwechsel – sie verknüpfte die in der Schule erarbeitete Theorie und Praxis auf eindrucksvolle Weise und hinterließ bei allen bleibende Eindrücke.

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